Die Geschichte hinter dem Stollen

Deutscher Stollen ist eines der ältesten und am meisten verehrten Weihnachtsspeisen der Welt und seine Geschichte reicht über 600 Jahre bis in die Stadt Dresden zurück. Die erste schriftliche Erwähnung des Stollens stammt aus dem Jahr 1474, als er in Berichten des Naumburger Bischofs erwähnt wurde – obwohl es sich offenbar schon damals um eine etablierte Tradition handelte. Der ursprüngliche Stollen war ein einfaches, ungesäuertes Fastenbrot, das in der Adventszeit hergestellt wurde, als Butter verboten war. Im Jahr 1647 beantragten die Kurfürsten und Fürsten von Sachsen erfolgreich bei Papst Innozenz VIII. die Aufnahme von Butter in das Rezept – der „Butterbrief“ wurde herausgegeben und der Stollen in das reichhaltige, buttergetränkte Früchtebrot verwandelt, das es heute ist. Insbesondere der Dresdner Stollen ist seit den 1990er Jahren mit einer geografischen Bezeichnung geschützt und jedes Jahr wird auf dem Weihnachtsmarkt ein riesiger Dresdner Stollen feierlich präsentiert, in Scheiben geschnitten und an Tausende von Besuchern verteilt. Das Bestäuben mit Puderzucker stellt das in Windeln gewickelte Christkind dar – eine wunderschöne, essbare Tradition.


Zeit und Portionen:

  • Vorbereitungszeit: 30 Minuten
  • Kochzeit: 1 Stunde
  • Gesamtzeit: 2 Stunden (einschließlich Gehzeit)
  • Portionen: 12 Scheiben

Ernährung (pro Portion):

  • Kalorien: 350 kcal
  • Protein: 6g
  • Fett: 12g
  • Kohlenhydrate: 54g
  • Ballaststoffe: 2g
  • Zucker: 25g

Zutaten:

Für den Teig:

  • 3 1/2 Tassen Allzweckmehl
  • 1/2 Tasse Kristallzucker
  • 2 1/4 TL aktive Trockenhefe
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 Tasse ungesalzene Butter, weich
  • 1/2 Tasse warme Milch (43 °C)
  • 2 große Eier
  • 1 TL Vanilleextrakt

Für die Füllung:

  • 1 Tasse gemischte Trockenfrüchte (Rosinen, Johannisbeeren und kandierte Orangenschale)
  • 1/4 Tasse gehackte Mandeln (optional)
  • 1/4 Tasse dunkler Rum (zum Einweichen von Früchten)

Zum Fertigstellen:

  • 1/4 Tasse ungesalzene Butter, geschmolzen
  • 1/4 Tasse Puderzucker

Anweisungen:

1. Bereiten Sie die Früchte vor:

  • In einer kleinen Schüssel die gemischten Trockenfrüchte mindestens 30 Minuten lang (oder über Nacht für einen besseren Geschmack) in dunklem Rum einweichen.

2. Hefe aktivieren:

  • In einer großen Rührschüssel warme Milch und Hefe vermischen. Lassen Sie es 5–10 Minuten ruhen, bis es schaumig ist.

3. Machen Sie den Teig:

  • Zur Hefemischung Zucker, weiche Butter, Eier, Vanilleextrakt, Salz und 2 Tassen Mehl hinzufügen. Gut vermischen.
  • Nach und nach das restliche Mehl hinzufügen, bis ein weicher Teig entsteht.

4. Den Teig kneten:

  • Übertragen Sie den Teig auf eine bemehlte Oberfläche und kneten Sie ihn 8–10 Minuten lang, bis er glatt und elastisch ist.

5. Fügen Sie die Früchte hinzu:

  • Die eingeweichten Früchte abtropfen lassen und zusammen mit den gehackten Mandeln vorsichtig unter den Teig kneten.

6. Erster Aufstieg:

  • Legen Sie den Teig in eine gefettete Schüssel, decken Sie ihn mit einem sauberen Küchentuch ab und lassen Sie ihn an einem warmen Ort 1 Stunde lang oder bis er sein Volumen verdoppelt hat, gehen.

7. Formen Sie den Stollen:

  • Den Teig ausstanzen und zu einem Oval formen.
  • Falten Sie eine Seite über die andere, um die traditionelle Stollenform zu erhalten. Legen Sie es auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.

8. Zweiter Aufstieg:

  • Den geformten Teig abdecken und weitere 30 Minuten gehen lassen.

9. Backen:

  • Heizen Sie den Ofen auf 350°F (175°C) vor.
  • Den Stollen 45–50 Minuten backen, oder bis er goldbraun ist und ein Zahnstocher sauber herauskommt.

10. Beenden:

  • Während der Stollen noch warm ist, bestreichen Sie ihn großzügig mit zerlassener Butter.
  • Mit Puderzucker bestäuben, bis alles gut bedeckt ist. Vor dem Servieren vollständig abkühlen lassen.

Tipps für den Erfolg:

  • Die Früchte einweichen: Das Einweichen der getrockneten Früchte über Nacht verbessert ihren Geschmack und ihre Textur und macht das Brot reichhaltiger.
  • Perfekte Teigkonsistenz: Der Teig sollte weich, aber nicht klebrig sein. Fügen Sie nach und nach Mehl hinzu, um ein Übertrocknen zu vermeiden.
  • Lagerung: Stollen schmeckt nach ein paar Tagen besser, wenn die Aromen verschmelzen. Wickeln Sie es fest in Aluminiumfolie ein und lagern Sie es an einem kühlen Ort.
  • Alternative Glasur: Für zusätzlichen Geschmack Puderzucker mit einer Prise Zimt vermischen, bevor der Stollen bestäubt wird.

Wein-, Cocktail- oder Getränkepaarung:

  • Kombinieren Sie dieses festliche Brot mit einer warmen Tasse Glühwein, Gewürztee oder einem Glas Eierlikör für das ultimative Urlaubserlebnis.